Beiträge

Tag 1 - Mittwoch, 14.07.2021

Prof. Peter Gottschalk
10:20 – 10:50
Keynote
„Narrare humanum est“, alles ist Erzählung, alles ist Erlebnis.

In seiner Keynote nimmt Sie Professor Peter Gottschalk mit auf eine Reise zu den Themen Erzählung, Spannung und Rhetorik.
An Beispielen aus der Welt des Dokumentarfilms und der Homiletik veranschaulicht er, welche narrativen und rhetorischen Elemente nicht nur eine gute Dokumentation, sondern auch eine spannende Vorlesung ausmachen.

Kurzbiographie
Prof. Peter Gottschalk wurde 1952 auf einem Bauernhof in der Nähe von Nürnberg geboren und sammelte schon früh erste journalistische Erfahrungen bei Schüler- und Studentenschaftszeitungen sowie in Lokalzeitungen (der berühmte 10-Zeiler über die Jahresversammlung des Karnickelzuchtvereins, 4,85 DM Zeilengeld per Postboten). Nach seinem Studium an der der Augustana-Hochschule Neuendettelsau und der Universität Erlangen (Evangelische Theologie, Religionswissenschaften, Psychologie, Philosophie, Geschichte und Publizistik) machte er 1978 sein Examen und arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bayreuth und als Pfarrer in der Gemeinde Weidenberg im Fichtelgebirge. Seit 1984 ist er als Redakteur, Autor, Producer und Moderator bei den Fernsehsendern ZDF (Mainz), Deutscher Fernsehfunk (Berlin) Bayerischer Rundfunk (München) und ORB (heute RBB, Potsdam-Babelsberg) tätig. Und übernahm 1996 den Job als leitender Redakteur in den Unités Documentaire und Connaissance bei ARTE G.E.I.E in Straßburg. Prof. Gottschalk ist Jurymitglied zahlreicher europäischer Film-Festivals und gehört der Mitgliederversammlung des Hauses des Dokumentarfilms an. Auch die Lehre ist ihm ein besonderes Anliegen. Peter Gottschalk hat eine Professur an der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida inne und ist Dozent für Journalismus und Fernsehen an verschiedenen Akademien und Filmhochschulen.
Stefanie Molitor
10:50 – 11:10
Innovationsbeitrag
Swipe und weg? – Wie man mit Webvideos Menschen erreicht, berührt und mit ihnen interagiert

Swipe und weg. In der digitalen Welt entscheiden Nutzerinnen und Nutzer innerhalb von Sekunden darüber, ob sie einen Beitrag sehen wollen oder nicht. Das und spezifische Plattformregeln fordert uns Medienmacher jeden Tag heraus: Wie können wir wichtige Inhalte so gestalten, dass sie im medialen Grundrauschen auffallen, neugierig machen und zur Interaktion anregen? Und: Wie kann die Zukunft von (Wissens-)Vermittlung und Interaktion in einer sich ständig wandelnden Medienlandschaft aussehen? Ein Blick in die Instagram-Redaktion SWR Heimat.

Kurzbiographie
Ich heiße Stefanie Molitor, arbeite als Multimediaredakteurin und Hostin bei der Instagram-Redaktion SWR Heimat und bin Lehrbeauftragte für Audiovisuelle Medien an der Universität Tübingen. Mein Arbeitsalltag bedeutet vor allem eins: Abwechslung. Vom Interview führen über Fotografieren, Drehen und Schneiden bis hin zum Moderieren und Texte schreiben, mache ich alles selbst. Meine Wurzeln liegen eigentlich beim Radio, aber heute liebe ich es, Audio und Video zu kombinieren und mich den Herausforderungen zu stellen, die uns die digitale Welt jeden Tag aufs Neue bietet.
11:10 – 11:45
Videobeitrag
Kinopremiere

Popcorntime!

Erleben Sie gemeinsam mit uns die virtuelle Kinopremiere der ViTeach 21. Wir bedanken uns herzlich bei den Teilnehmenden für die spannenden Videoeinreichungen und freuen uns, Ihnen hier einen Einblick in die unterschiedlichen Einsatzszenarien von Videos in Forschung, Lehre, Weiterbildung und Studium geben zu können. Die eingereichten Videos werden auch außerhalb der Kinopremiere zum Anschauen verfügbar sein. Betreten Sie einfach den virtuellen Kinosaal und wählen Sie das Kinoticket für Ihren Wunschfilm.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und ein tolles Kinoerlebnis.

Dr. David Graf
13:30 – 14:30
Workshop
Analoge «Khan Style Videos» erstellen – mit Smartphone, Stift und Papier

Gut gemachte «Khan Style Videos» erfreuen sich großer Beliebtheit – auch bei Studierenden. In zahlreichen Videotutorials wird erklärt, wie mit verschiedensten Hardware- und Software-Lösungen solche Videos erstellt werden können (z.B. https://www.youtube.com/watch?v=fc3jifPi7Fc). Ebenso viele Lehrende schrecken aber wohl von der Produktion solcher Videos zurück, da Ihnen die Bedienung dieser Hard- und Software als zu kompliziert erscheint. Hier schafft die analoge Variante dieser «Khan Style Videos» Abhilfe. Benötigt wird dafür nur ein Smartphone, gute Stifte und genügend grosses Papier – und natürlich eine gute Erklärung. In diesem Workshop werden wir uns mit der benötigten Technik, deren Bedienung und mit den wichtigsten Tipps und Empfehlung zur Produktion lernwirksamer, analoger «Khan Style Videos» auseinandersetzen. Integraler Bestandteil des Workshops wird dieses kurze Videotutorial sein: https://www.youtube.com/watch?v=2w-RgEEO1KQ

Kurzbiographie
David Graf arbeitet seit 2015 bei der Supportstelle für ICT-gestützte Lehre und Forschung der Universität Bern. Er berät und begleitet Dozierende beim Einsatz von digitalen Medien in der Lehre und ist für den Bereich Videos in der Lehre verantwortlich. In diesem Zusammenhang bietet er Work­shops, Schulungen und Coachings zum didaktisch sinnvollen Einsatz von Videos in der Hochschullehre an (z.B. Swiss Maker Week – Videos in der Hochschullehre). Nach seinem Studium der Sportwissenschaft sammelte er als Assis­tent am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bern unter anderem Lehrerfah­rung auf Hochschulstufe und war anschließend auch fünf Jahre im Team der Hochschuldidaktik & Lehrentwicklung der Universität Bern tätig. Er kennt somit den Einsatz von E-Learning-Tools und Videos aus der eigenen Unterrichtspraxis.
 
Dr. Sabine Hemsing
13:30 – 14:30
Workshop

Lernvideotypen: Die Typberatung fürs Homeoffice

Beschäftigt man sich mit dem Thema Lernvideos und möchte man eigene Lernvideos erstellen, ist es wichtig, sich zunächst verschiedene Typen von Lernvideos anzuschauen. Nicht jeder Typ eignet sich für jedes Vorhaben und für alle Rahmenbedingungen gleichgut. Noch herausfordernder wird es, wenn man überlegt, welche Lernvideotypen sich mehr oder weniger einfach im Homeoffice erstellen lassen.

Im Workshop erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Lernvideotypen und erfahren, welche sich davon auf welche Art relativ einfach im Homeoffice umsetzen lassen.

Kurzbiographie

Dr. Sabine Hemsing ist stellvertretende Geschäftsführerin des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) und für die VCRP E-Cademy und den Bereich Didaktik des VCRP zuständig. Sie studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Berufliche Bildung und Weiterbildung“. Bereits während des Studiums beschäftigte sie sich mit dem Einsatz von digitalen Medien in unterschiedlichen Kontexten. Vom Fachbereich Sozialwissenschaften der TU Kaiserslautern wurde sie mit einer Arbeit über „Online-Seminare in der Weiterbildung“ promoviert. Seit 2000 ist Frau Dr. Hemsing hauptberuflich im E-Learning sowie Weiterbildungs- und Hochschulumfeld tätig. Zu ihren Schwerpunkten gehören u.a.: Planung, Umsetzung und Moderation von Online-Kursen und Webinaren, Entwicklung von Online-Lehrmaterialien, Entwicklung von Online-Konzepten sowie Beratung und Coaching.

Dr. Daniela Janssen 
Dr. Valerie Varney
13:30 – 14:30
Vortrag & Diskussion
Is this the real life? Is this just fantasy? Mixed Reality in der Hochschullehre

Der Einsatz von Mixed-Reality-Technologien (VR, AR) als Werkzeuge für das Lehren und Lernen ist zu einer herausfordernden und zugleich motivierenden Aufgabe für Forschende und Lehrende an Universitäten weltweit geworden. Der flächendeckende Einsatz dieser Technologien im Bildungsbereich ist jedoch bisher ausgeblieben. Obwohl diesen Technologien nach wie vor ein hohes didaktisches Potenzial zugeschrieben wird, dokumentieren nur wenige Studien effektive und didaktisch sinnvolle Anwendungsbeispiele. Darüber hinaus scheinen viele Fakultäten solche Technologien immer noch gänzlich zu meiden, da sie sie als zu komplex für den Einsatz parallel zum täglichen Lehrbetrieb ansehen. Zumindest haben VR-, AR- und MR-Technologien noch nicht den Weg in die Gruppe der alltäglichen Unterrichtstechnologien wie Lernmanagementsysteme oder sogar Online-Kursbereitstellungstools gefunden. Der Vortrag beleuchtet mögliche Herausforderungen und didaktische Potenziale und demonstriert beispielhaft, wie die Einbettung von Mixed Reality in der Hochschullehre gelingen kann.

Kurzbiographie

Dr. Daniela Janssen

Dr. Daniela Janssen setzte sich im Rahmen Ihrer Promotion mit den Funktion und Wirkungsweisen des Mediums und der Methode Virtual Reality auf den Lernenden im Lehr- und Lernprozess auseinander. In ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Forschungsgruppenleiterin am Cybernetics Lab IMA & IfU der RWTH Aachen University lagen ihre Forschungsschwerpunkte im Bereich Entwicklung, Implementierung und Evaluation immersiver Lehr- und Lerntechnologien sowie der Digitalisierung der Aus- und Weiterbildung sowie der Arbeitswelt.

Derzeit leitet sie an der Universität Hamburg Marketing GmbH das bundesweite Hochschul-Jobportal stellenwerk sowie das Kongress- und Veranstaltungsmanagement.

 

Dr. Valerie Varney (geb. Stehling)

Dr. Valerie Varney leitet seit 2020 das Cologne TrainING Center am Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme der TH Köln. Zuvor leitete sie die Forschungsgruppe “Digital Learning Environments” am Cybernetics Lab der RWTH Aachen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit den Potenzialen von Mixed Reality-Technologien in der Hochschullehre und Industrie. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Entwicklung, Implementierung und Evaluation immersiver Lehr- und Lernumgebungen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie gerade den 2. Platz beim Delina Innovationspreis für digitale Bildung für das Mixed Reality Game FutureING belegt.

Michael S. Feurstein
14:40 – 15:40
Vortrag & Demo

Eine Einführung in die Anwendung von 360°-Video Technologie in der Hochschullehre (SEPA360)

360°-Video bietet neue und innovative Blickwinkel auf videobasierte Lehr-Lernszenarien in der Hochschullehre. Durch die Aufnahme der gesamten Umgebung eröffnen sich neue Anwendungsbereiche im Gegensatz zum klassischen fixed-frame Video. Zusätzlich dazu, bietet 360°-Video einen einfachen Einstieg in die Welt der Virtual Reality mithilfe derer sich immersive Lernerlebnisse gestalten lassen können. Im EU finanzierten Erasmus+ Projekt “Supporting Educators’ Pedagogical Activities with 360°-Video” (SEPA360) wird diese Thematik an fünf verschiedenen europäischen Hochschulen vorangetrieben, unter anderem an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Lernen Sie das Projekt kennen, erfahren Sie relevante Grundlagen zur 360°-Video Technologie im Kontext der Hochschullehre und erkunden Sie die Möglichkeiten, immersive und interaktive 360°-Video Lehr-Lernszenarien mittels der Software ViVista selbst zu gestalten (inklusive Software Demonstration).

Kurzbiographie
Michael S. Feurstein ist seit 2015 Assistent am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Von 2009 bis 2014 war er Software Entwickler für die E-Learning Plattform „LEARN@WU“. Dabei hat er das Vorlesungsaufzeichnungs- und Live Streaming System – kurz Lecturecast System – mit aufgebaut. Von 2017 bis 2020 stand er an der WU als Kooperationspartner der Abteilung Digital Teaching Services zu Themen im Bereich Video in der Hochschullehre beratend zur Seite und begleitete unter anderem die komplette Neugestaltung und Integration des Lecturecast Systems der WU. Derzeit verfasst er seine Dissertation und ist seit 2019 teil des Erasmus+ Projekts „Supporting Educators‘ Pedagogical Activities with 360°-Video“ (SEPA360).
Dr. Regula Krapf
14:40 – 15:10
Vortrag

Gestaltung von Lehrvideos mit dem DIY-Lightboard

Ein Lightboard ist eine mit LEDs beleuchtete Glas- oder Plexiglastafel, welche vor allem für die Videoproduktion verwendet wird. Der Vorteil dabei ist, dass die Vortragenden das Publikum direkt anschauen und zu ihm sprechen. In diesem Vortrag soll anhand von Beispielen aus der Mathematik gezeigt werden, wie ein Lightboard in der Hochschullehre eingesetzt werden kann und wie Studierende beim Videoschauen aktiviert werden können. Es sollen auch praktische Tipps zur Nutzung von Lightboards gegeben werden und es wird gezeigt, wie man ein DIY-Lightboard selbst bauen kann.

Kurzbiographie
Dr. Regula Krapf ist akademische Rätin am mathematischen Institut der Universität Bonn und wurde 2017 im Bereich der mathematischen Logik promoviert. In ihrer Forschung befasst sie sich mittlerweile vor allem mit Hochschulmathematikdidaktik. Seit dem Sommersemester 2020 experimentiert sie mit dem Einsatz von Videos in der Hochschullehre; zunächst vor allem Screencasts, neuerdings auch mit einem selbstgebauten Lightboard.
André Bresges
15:15 – 15:45
Vortrag

„Mit einem Kung Fu Meister Physik lernen“

Mein Beitrag soll es den Teilnehmenden ermöglichen, auch von Zuhause aus forschend tätig zu werden. Hierzu habe ich mich mit dem weltberühmten Kung Fu Lehrer Thommy Luke Böhlig zusammen getan. In seinem Studio erkläre ich ihm mit Hilfe des Impulsbegriffes, warum es theoretisch unmöglich ist dass er mich mit einem „One Inch Punch“ wie im Bruce Lee Film aus kurzer Entfernung auf die Bretter schickt. Wie er mir im Folgenden vor laufender Hochgeschwindigkeitskamera demonstriert, geht es praktisch aber doch (autsch!).

Kurzbiographie
André Bresges studierte Physik und Technologie an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und promovierte zum Dr. paed mit einem medienpädagogischen Thema. Er unterrichtete 4 Jahre lang Mathematik, Physik, Informatik und Technik bevor er an die Universität zurückkehrte, um das Lernverhalten von Menschen beim simulierten Autofahren im MRT neurowissenschaftlich zu untersuchen. Dies verhalf ihm zu seinem Ruf als Professor für Physik und ihre Didaktik an die Universität zu Köln, wo er zur Zeit mit seinem Mitarbeiter*innen und 3882 tollen Lehramtsstudierenden die naturwissenschaftliche Bildung von morgen entwickelt.
Prof. Dr. Dirk Burdinski
14:40 – 15:40
interaktiver Beitrag

Einsatz und Wirkung von Lehrvideos im Inverted Classroom

Beim Modell des Inverted Classroom oder auch Flipped Classroom handelt es sich um ein Lehr-konzept, in dem die üblichen Aktivitäten innerhalb und außerhalb des physischen Veranstaltungsraums miteinander vertauscht, im zeitlichen Sinne „umgedreht“ werden. Dabei spielen Lehrvideos meist eine zentrale Rolle.

Im Rahmen dieses Beitrags sollen Szenarien für den Einsatz von Lehrvideos in unterschiedlichen Inverted-Classroom-Modellen, von klassischen Hörsaalveranstaltungen bis hin zu Laborpraktika, an einigen Beispielen aus der Chemie diskutiert werden. Dabei sollen die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Videotypen ebenso beleuchtet werden, wie deren Wirkungen auf das Lernverhalten der Studierenden. In der Diskussion sollen darüber hinaus auch Erfahrungen und Besonderheiten der Nutzung von Lehrvideos in der Corona-Pandemie von möglichst vielen Teilnehmer*innen eingebracht werden.

Kurzbiographie

Dr. Dirk Burdinski ist Professor für Materials Science an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln. Er forschte in den USA (MIT) und den Niederlanden (Philips Research) und lehrt seit 2010 im Bereich anorganische Chemie und Materialchemie. Er ist Multiplikator für kompetenzorientiertes Prüfen und befasst sich mit der Entwicklung und Umsetzung studierendenzentrierter Lehrkonzepte in den Naturwissenschaften, insbesondere unter Einsatz von Lehrvideos. Diese produziert er in einem mithilfe zweier Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre des Stifterverbandes aufgebauten Studio und publiziert sie auf eigenen YouTube-Kanälen (https://www.th-koeln.de/personen/dirk.burdinski/).

Prof. Peter Knodt
15:50 – 16:50
Einen Zugang zum Raum erhalten Sie nur nach Voranmeldung zum Workshop.
Workshop

Selbst lernen durch Videoproduktion

Workshop zu einem Praxisprojekt aus der Hochschullehre Musik.

In diesem Workshop gibt der Projektleiter Einblicke in die Ergebnisse des Lehrentwicklungsprojektes „Zusammen lernt man weniger allein“. 20 Studierende und zwei Lehrende der Hochschule für Musik Basel haben 30 Videos gestaltet und ihr Lernen reflektiert. Im Fokus standen dabei selbstgesteuertes, kooperatives Lernen durch und mit Video. Im Workshop wird es die Gelegenheit geben, mit dem eigenen Smartphone ein kurzes Video in Tandemarbeit zu gestalten. Die Zahl der Teilnehmer*innen ist auf 20 begrenzt.

Kurzbiographie
Prof. Peter Knodt unterrichtet an der Hochschule für Musik FHNW Didaktik und Unterrichtspraxis für Trompete, Blechbläserdidaktik im TeamTeaching, Unterrichtspraxis mit Video, Didaktik des Gruppenunterrichts und Offenes Lehrprobentraining. 2017 erschien bei Breitkopf & Härtel Einblicke/Perspektiven mit umfangreichen Videodokumentationen von Musikschulunterricht und Aufsätzen zu Videobasierter Unterrichtsreflexion und Kollegialer Kooperation.
Dr. Paul Klimpel
15:50 – 16:50
Workshop

Bildung, Urheberrecht und OER

In einem Workshop sollen die für die Bildung relevanten rechtlichen Regelungen des Urheberrechts erörtert werden. Darauf aufbauend wird erläutert, welche weiteren Möglichkeiten sich durch den Einsatz von Creative Commons Lizenzen für Lehrende und Lernende ergeben.

Kurzbiographie
Dr. Paul Klimpel studierte Jura in Bonn und München und Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften an der Jesuitischen Hochschule für Philosophie. Referendariat in Berlin. Dissertation an der Humboldt-Universität. 2002 kam er zur Stiftung Deutsche Kinemathek, deren Verwaltungsdirektor er von 2006 bis 2011 war. Er wirkte in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien mit und war Geschäftsführer des Netzwerks Mediatheken. Er leitet die Konferenzreihe „Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturellen Erbe“. Seit 2012 Partner in der Rechtsanwaltskanzlei iRights.Law. 2013 leitete er eine interdisziplinäre Expertengruppe, die den „Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes“ formulierte. 2015 initiierte er die „Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes“. Außerdem ist er im Vorstand des iRights e.V.. Er lehrt an verschiedenen Hochschulen und Institutionen.
Tim Wiegers
15:50 – 16:50
interaktiver Beitrag

Vom Homeoffice zum Homestudio. Tipps für bessere Videos aus den eigenen vier Wänden.

Wir alle kennen das Pareto-Prinzip. Es besagt, dass man bereits mit 20% des Aufwands 80% des Ergebnisses erreichen kann. Und das gilt auch für den Aufbau eines Homestudios. Man benötigt also nicht unbedingt dieselbe Kamera wie James Cameron oder die Räumlichkeiten der Babelsberger Filmstudios um Videos zu produzieren, die sich sehen lassen können. Doch was sind die 20%, auf die es wirklich ankommt? In diesem Workshop geht es darum, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Er besteht aus einer Sammlung an Tipps, ein wenig „Gear-Talk“ und gemeinsamen Gesprächen über alle Themen rund ums „Homestudio“.

Kurzbiographie

Tim Wiegers ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz tätig. Nach Studienabschlüssen in Computeranimation für Film und Games sowie Angewandte Medien arbeitete er zunächst an einer Kinderfilmproduktion mit, bevor er dann über die Konzeption eines Serious Games für Kinder mit Lernschwächen zur Pädagogik wechselte und einen Masterstudiengang in Medien & Bildung absolvierte. Er arbeitete u.a. am Projekt SESAM GR’, hat sich jedoch auch auf die Gebiete Medienproduktion, Storytelling in der Lehre und Gamification spezialisiert.

Tag 2 - Donnerstag, 15.07.20212

Dr. Sandra Schön
10:00 – 10:30
Vortrag

Videos als offene Bildungsressourcen (OER): Gute Gründe, Beispiele und Tipps

Offene Bildungsressourcen sind Lehr- und Lernmaterialien, die explizit offen lizenziert sind (siehe UNESCO-Erklärung, 2019). Zu den bekanntesten offenen Lizenzen gehören die drei Lizenzierungsoptionen Creative Commons CC BY, CC BY-SA und CC0. Der Vortrag nennt Hintergründe und Beispiele für OER-Videos und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und Anpassungen sowie Tipps für die Entwicklung von OER-Videos.

Kurzbiographie

Dr. Sandra Schön ist Senior Researcher im Team „Lehr- und Lerntechnologien“ an der TU Graz, Projektleiterin bei „Forum Neue Medien in der Lehre Österreich“ (fnma, Graz) im Rahmen des Projekts „Open Education Austria Advanced“ und Adjunct Professor of Innovations in Learning an der Universitas Negeri Malang (Malang State University, Indonesien). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind digitale Innovationen für Lernen und Lehren, OER, MOOCs, Maker Education. Kontakt: sandra.schoen@tugraz.at, weitere Informationen: https://sandra-schoen.de

Alessandra Reß
10:00 – 10:30
Vortrag

Durchs Kaninchenloch in den Audimax – Storytelling in Lehrkontexten

Geschichten erleichtern uns den Zugang zu Themen, machen abstrakte Inhalte greifbarer und sorgen für Identifikation. Um sich das auch in der Lehre zunutze zu machen, lässt sich Storytelling in Lehrmedien wie Videos und Podcasts, aber auch in Seminaren oder Vorlesungen einsetzen. Der Vortrag gibt dazu einen Überblick über die wichtigsten Elemente des Storytellings und zeigt Tools und Beispiele auf.

Kurzbiographie

Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft arbeitete Alessandra Reß mehrere Jahre als Redakteurin und Medienproduzentin und ist nun Teil der Beratungsstelle „Medien und Lehre“ der Hochschule Mainz. Daneben ist sie als Schriftstellerin und Bloggerin tätig.

David Lohner
10:40 – 11:40
interaktiver Beitrag

Videos in Bildungskontexten. Was sagt die Forschung?

Videos sind nicht erst seit der Corona-Pandemie ein beliebtes Medium, um in Bildungskontexten Wissen zu vermitteln. Doch hat der massive Zuwachs an Erklärvideos durch das Distanz-Lernen und die Onlinelehre an Hochschulen einen großen Bedarf an Orientierung zur Gestaltung ebensolcher Videos zu Tage gebracht. Im Sinne einer evidenzbasierten Lehre soll die Wissenschaft die Effektivität und Wirksamkeit des Mediums untersuchen und Handlungsempfehlungen an Videoproduzent:innen aussprechen.

Der Vortrag stellt drei unterschiedliche wissenschaftliche (methodische) Zugänge zum Medium „Erklärvideo“ vor, deren Ergebnisse sich auf Videoproduktionen anwenden lassen. Im Anschluss können die Studien – oder deren Bedeutung für das eigene Videoschaffen – diskutiert werden.

Kurzbiographie
  • bis 2015: Studium Geographie & Germanistik Lehramt für Gymnasien am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • seit 2015: Mitarbeiter am Zentrum für Mediales Lernen (ZML) des KIT 
  • Aufgaben: Video- und Medienproduktion für online Lernangebote & Förderung von Medienkompetenz bei Studierenden
  • seit 2018: Mitarbeiter am Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik
  • Aufgaben: Promotion im Bereich der Medien- und Hochschuldidaktik; Lehre im Bereich der Medienpädagogik
  • 2020: Erhalt des Baden-Württemberg Zertifikats für Hochschuldidaktik mit Schwerpunkt E-Learning des Hochschuldidaktischen Zentrums BW
  • 2021: Preisträger des Fakultätslehrpreises der KIT-Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften
  • seit 2021: Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd)
Prof. Klaus Knopper
10:40 – 11:40
interaktiver Beitrag

Digitale Hörsäle und Treffpunkte, Videokonferenzen und Streaming mit nachhaltiger Open Source Software

Zu Beginn der Pandemie haben sich alle Schulen, Hochschulen und Universitäten in großer Eile um schnell funktionierende Lösungen bemüht, um den Unterricht von Präsenz auf Digital umzustellen. Neben den anfänglichen Herausforderungen durch oftmals unzureichende technische Infrastruktur, auf die in diesem Vortrag nicht wesentlich eingegangen wird, sowohl für die Lehrenden als auch Lernenden, stellte sich dabei heraus, dass gerade die etablierten Anbieter von Videokonferenz-Lösungen nicht mit dem Ansturm an Verbindungen und parallelen Anfragen zurecht kamen. Übrig blieb das, was auch mit vielen gleichzeitigen Anwendern funktionierte, und die „Lockangebote“ mit reduzierten Lizenzgebühren während der Pandemie taten ihr übriges für einen klassischen „Lock-In“. Bedenken zur Abhängigkeit von einem Anbieter und Datenschutz-Fragen wurden gegenüber der Dringlichkeit, den Betrieb aufrecht zu erhalten, verständlicherweise weit nach hinten angestellt, und es war kaum Zeit, neben der Lehre und organisatorischen Tätigkeiten auch noch mit anderen, offeneren und vielleicht langfristig weniger kostenintensiven Systemen zu experimentieren. Durch das Schrems II-Urteil und die anhaltende Diskussion um den Datenschutz geraten nun die „neu etablierten“ proprietären Systeme zunehmend unter Druck. Dabei gibt es einige, durch die Herausforderungen der Pandemie inzwischen auch ausgereifte Alternativen, die nicht nur einen Ausweg aus dem Lock-In bieten, sondern auch ganz auf den Unterricht, Präsentationen, Meetings und kollaboratives Arbeiten ausgelegt sind und nicht nur für „Videokonferenz“ taugen, also für den Zweck durchaus besser geeignet sind. Im Vortrag werden einige dieser Systeme und Plattformen vorgestellt, die in Rheinland-Pfalz für alle Hochschulen und Schulen frei verfügbar sind: BigBlueButton, Jitsi, OpenShot, Open Broadcast Studio und ihre Integration mit den Lernplattformen Olat und Moodle. Ein kurzer Ausflug in die virtuelle Welt von WorkAdventure ist ebenfalls geplant.
Kurzbiographie

Klaus Knopper ist Ingenieur, Software-Entwickler und Professor für Software, Engineering im Fachbereich Betriebswirtschaft, Studiengangangsleiter Wirtschaftsinformatik / Information Management und Vizepräsident mit Schwerpunkt Digitalisierung an der Hochschule Kaiserslautern.
Weiteres
auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Knopper

Nele Hirsch
11:50 – 12:50
Workshop

Interaktive Videos mit H5P

Mit der Open Source Software H5P lassen sich relativ niederschwellig interaktive Bildungsinhalte erstellen. Dabei gibt es auch die Möglichkeit zur Erstellung interaktiver Videos. In diesem Workshop soll kurz vorgestellt werden, wie das funktioniert und wozu sich das didaktisch nutzen lässt. Anschließend ist Raum für Ausprobieren, Fragen und Erfahrungsaustausch.

Kurzbiographie

Nele Hirsch ist Bildungswissenschaftlerin mit dem Fokus auf Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität. Sie arbeitet freiberuflich in dem von ihr gegründeten eBildungslabor. Weitere Informationen: https://ebildungslabor.de 

Constance Dada
11:50 – 12:50
Workshop

Auftritt & Wirkung: Kamerapräsenz in der Online Kommunikation

Nicht nur was wir sagen, sondern auch WIE wir es sagen ist für die zwischenmenschliche Kommunikation von allergrößter Bedeutung. Noch wichtiger wird unser Auftreten und unsere Präsenz in der Onlinekommunikation. In diesem Workshop bekommen Sie praktische Tipps mit auf den Weg, wie Sie ihre Körpersprache und Stimme gekonnt vor der Kamera einsetzen.

Kurzbiographie

Im Schauspiel entdeckte Constance Dada ihre Vielseitigkeit und das öffnete ihr neue Türen: Nach ihrem dreijährigen Schauspielstudium, welches sie 2004 erfolgreich beendete, folgten viele weitere Stationen: Zahlreiche Theater Engagements auf den Bühnen Baden-Württembergs, die Weiterbildung zur Stimm- und Sprechtrainerin und im Anschluss daran das Volontariat zur TV Journalistin bei Regio TV Stuttgart mit dem Fokus auf Moderation und Redaktion. Heute stützt sich ihre Passion auf drei Säulen, die sich wunderbar miteinander verbinden lassen. Die Erfahrungen aus der Praxis als Moderatorin auf den Bühnen dieser Welt und vor der Kamera sowie die Tätigkeit als Sprecherin, gibt Constance als Kommunikationstrainerin an Ihre Kund*innen weiter.